Der Mietendeckel – schlecht für die Genossenschaften, schlecht für Berlin

Sehr geehrte Mitglieder der WG Wuhletal eG,

der „Berliner Mietendeckel“ ist in aller Munde. Nachdem zuerst ein Eckpunktepapier veröffentlicht und danach der Presse ein erster Entwurf zugespielt wurde, liegt aktuell ein sogenannter Referentenentwurf der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vor. Auf der Internetseite der Senatsverwaltung kann jeder diesen Entwurf einsehen.

An verschiedenen Stellen haben wir mit unseren Mitgliedern über den Mietendeckel diskutiert. Dabei gehen viele Mitglieder davon aus, dass dieser unsere Genossenschaft nicht bzw. nur in geringem Maße betrifft. Unsere Nutzungsgebühren seien ja sehr günstig und wirtschaftlich geht es der WG Wuhletal auch ausgezeichnet. Aber: Mit der geplanten Gesetzgebung geht es in letzter Konsequenz um den Fortbestand der eigenverantwortlich und selbstbestimmt handelnden Genossenschaften wie wir sie derzeit kennen. Damit betrifft dieses Vorhaben unsere Genossenschaft ebenfalls im Kern.

Die Initiative der Wohnungsbaugenossenschaften Berlin hat sich in den letzten Monaten sehr intensiv mit dem Gesetzesvorhaben und den Auswirkungen beschäftigt. Die WG Wuhletal unterstützt gemeinsam mit den insgesamt rund 80 Berliner Genossenschaften die Initiative tatkräftig.

Wir überreichen Ihnen in der Anlage eine Information zum Mietendeckel. Hier werden die Auswirkungen und Probleme sehr plakativ und eindringlich geschildert. Bitte bilden Sie sich eine eigene Meinung. Die konkreten Auswirkungen auf unsere Genossenschaft und die daraus zu schließenden Folgerungen können abschließend erst nach Vorlage des endgültigen Gesetzestextes ermittelt werden. Eine konkrete wirtschaftliche Existenzgefährdung kann ausgeschlossen werden. Einige geplante Vorhaben werden wir jedoch noch einmal einer konkreten Prüfung unterziehen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Wohnungsbaugenossenschaft Wuhletal eG

 

Karsten Ewert                           Frank Wilke
Kaufm. Vorstand                       Techn. Vorstand

Niederschrift unserer Vertreterversammlung

Die Niederschrift der Vertreterversammlung vom 18.06.2019 liegt bis zum 31.08.2019 in der Geschäftsstelle aus.
Jedes Mitglied hat das Recht, Einsicht zu nehmen und eine Abschrift zu erhalten.

Ordentliche Vertreterversammlung am 18.06.2019

Die diesjährige ordentliche Vertreterversammlung findet am 18.06.2019 um 18:00 Uhr in der Geschäftsstelle Ludwigsluster Str. 8, 12619 Berlin statt. Die gewählten Vertreter erhalten – wie in den Vorjahren – eine schriftliche Einladung.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

Im Rahmen der diesjährigen Vertreterversammlung finden wieder Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Sollten Sie als Mitglied der WG Wuhletal eG für dieses Amt kandidieren wollen, reichen Sie bitte Ihre Bewerbung entsprechend § 34 Abs. 6 unserer Satzung mit einem kurzen Lebenslauf bis spätestens 28.05.2019 (Ausschlussfrist!!!) in der Geschäftsstelle ein.

Nutzen Sie die Möglichkeit, mit der Übernahme dieses verantwortungsvollen Amtes, die Geschicke unserer Genossenschaft mit zu gestalten. Die Aufgaben und Pflichten des Aufsichtsrates ergeben sich aus § 25 unserer Satzung. Sollten Sie Detailfragen zu den Anforderungen an das Amt eines Aufsichtsratsmitgliedes haben, steht Ihnen unsere Aufsichtsratsvorsitzende, Frau Dr. Sommerfeld – erreichbar über die Geschäftsstelle -, gern zur Verfügung.

Wohnungsunternehmen enteignen?

Informationen zum Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“

Der Vorstand der WG Wuhletal eG unterstützt die Positionen des BBU Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen e.V. zum Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“. Es sind jahrelange rechtliche Auseinandersetzungen über die Zulässigkeit von Enteignungen verbunden mit entsprechenden Unsicherheiten zu erwarten. Eine Enteignung schafft keine einzige Wohnung und stellt mit den fälligen Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe ein hohes finanzielles Risiko für das Land Berlin dar. Schon mit der aktuellen Diskussion um Enteignungen werden Investoren für Berlin verschreckt.

Vielmehr sollten die mietrechtlichen Möglichkeiten genutzt bzw. geschärft werden, um die unstrittig vorhandenen Exzesse am Berliner Mietwohnungsmarkt abzustellen.

Weiterhin sollten die Bauwilligen in der Stadt durch die zügige Bereitstellung von notwendigem Bauland unterstützt werden. Dies gilt insbesondere für die Genossenschaften, denen die Grundstücksbereitstellung auch von Seiten des Berliner Senats aktuell nicht gerade leichtgemacht wird.

Lesen Sie hier einen Beitrag mit Maren Kern, Vorstandsmitglied des BBU.

Weitere Informationen finden Sie hier:

 


Karsten Ewert                                  Frank Wilke
Kaufm. Vorstand                             Techn. Vorstand